„Die Dritten: Fragile Balancen“

Wandplastik, Multiple (100), Wäschekl., Knete, Kupferdraht, Schraube, Luft, 4 x 2 x 15 cm
Wandplastik, Multiple (100), Wäschekl., Knete, Kupferdraht, Schraube, Luft, 4 x 2 x 15 cm

J.Georg Brandt

Text zur Arbeit

Es betrifft uns: Was nicht sichtbar ist, belangt uns. Was nicht dazugehört, verschafft sich Eintritt (Latour: Actor-Network-Theory).
Das Dritte, Unerkannte, nicht Eingebundene, ist immer schon da – jenseits der Ordnung, die sich hält, weil die prekäre Balance, die Kerbungen nicht bewusst sind.
Die Plastik – eine Wäscheklammer, deren Spannung Luft umfängt, Knete, die Kerbungen verdeckt, Kupferdraht, der die Spannung zusammenhält, kleine Erschütterungen, die die Wandplastik in Bewegung setzen, sowie Luft, die in der Öffnung der Wäscheklammer-Spannung und durch die plastische „Entkerbung“ durch Knete eine scharfe Form erhält – zeigt, wie fragil unsere Verhältnisse sind.

Vita

Seit dem 1. März 2013 wissenschaftlicher Angestellter in Forschung und Lehre im Bereich Kultur – Ästhetik – Medien am Department Soziale Arbeit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW). Seit 1993 freie künstlerische Tätigkeit.

Studium der Architektur und Freien Kunst an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfbK) [Abschlussarbeit Transmersionen in öffentliche Angelegenheiten].

Ausstellungen in Deutschland, Griechenland und Ex-Jugoslawien.

Derzeit Forschung zu Ambiguität.