„Heimgesucht – als die Zeit stillstand“

Acrylfarbe auf Pappe, 40 x 50 cm
Acrylfarbe auf Pappe, 40 x 50 cm

Hauke Niether

Text zur Arbeit

„Heimgesucht – als die Zeit stillstand“ erzählt über Geister und Ängste in einer Zeit voller Unsicherheit, was die Informationslage angeht, was den Umgang mit der Außenwelt angeht, was die persönliche Gesundheit oder auch wirtschaftliche Lage angeht. Existentielle Fragen, die sich in einer Ausnahmesituation stellen, in einer Krise, in sozialer Isolation. Die Suche nach Sicherheit , nach einer Möglichkeit, sich festzuhalten, auf den Füßen zu bleiben und nicht zu straucheln. Sichtbar zu bleiben!

Vita

Hauke Niether ist ein junger Maler aus Lübeck, der nach einer Ausbildung in Weimar

und mehreren Jahren in Berlin, jetzt in Leipzig angekommen ist. Seit 2011

als Buchgestalter tätig, erarbeitete er sich autodidaktisch eine eigene Bildsprache

und Technik. Seine Werke erzählen Geschichten über Geister, Waldwesen,

Luftschlösser und krude Traumwelten. Sie eröffnen eine neue Perspektive und

Sichtweise. Kaleidoskopisch aufgebrochen und sanft wieder zusammengesetzt,

werfen sie Fragen an den Betrachter auf.

„Festung im Traum“

Acrylfarbe auf Leinwand, 70 x 50 cm

Hauke Niether

Text zur Arbeit

»Festung im Traum« erzählt über das Gefühl von Sicherheit, eine Feste von uns selbst aufgestellt von Anderen gebaut, über Kontinente errichtet. Die Vögel singen von Freiheit. Doch Freiheit für wen, Freiheit für welchen Preis, Freiheit auf wessen Kosten? Wirkt die Mauer von außen als sicher, ist sie von innen Gefängnis, eine Luft mit toxischem Beigeschmack. Unüberwindbar und kein Ende absehbar. »Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich all das nur träumte […] Das Gefängnis ist in mir.«, sagte Stiller.