Aquarell, Acryl, Glas, Papier, Folie, 46 x 36 cm (gerahmt)

„Figure XVIII“

„Heinke Boths Bilder zeigen Versatzstücke des Menschen, Brüche der glatten Ansichtigkeiten, wollen nicht dem Auge schmeicheln durch gefälliges Wiedererkennen einer Person.

Vergleichbar einem Röntgenleuchtkasten, der viel Dunkelheit enthält, der einen Einblick in das Innere ermöglicht und doch die letztliche Unergründbarkeit des Seins als Ergebnis hat.“

Elisabeth Vorderwülbecke

Malerei, Collage, 60 x 50 cm

„Figur im Raum C4“

Der Mensch als Individuum ist in der Arbeit von grundsätzlichem Interesse, dargestellt in seiner Verbindung und Abschottung zu seinen höchst eigenen Innen- und Umwelten.

Die Figur wirkt wie aus verschiedenen Wesen zusammengesetzt, fragmentarisch, uneinheitlich,
verschoben in ihrer Ganzheitlichkeit. Sie ist befindlich in ihrem eigenen Raum, Körper und im zeitlichen Moment.

Ihre Darstellung als Einzelwesen ist mit einer starken eigenen Präsenz verbunden und steht dem Betrachter gegenüber.

Malerei, Collage/Acryl, Papier, Folien, 60 x 50 cm

„Person gegenüberstehend“

Die Augen der Figuren treten dem Betrachter gegenüber, nehmen ihn in den Blick. Sie sind die Eintrittskarte für die Kommunikation, sind das Bindeglied zwischen dem äußeren Gesicht und dem freigelegten Inneren. Allerdings scheinen sich während der Betrachtung Farben, Formen, Dinge zu verschieben, sich einer Fixierung zu entziehen. 

Die Bilder von Heinke Both erforschen die menschliche Existenz, immer im Bewusstsein, dass es nicht um eine Antwort geht.

Heinke Both

1964 in Bad Oldesloe geboren

1985 Studium an der Fachhochschule für Gestaltung Hamburg

1992 Jahresstipendium der Kulturstiftung Stormarn der Sparkasse Holstein

2006–2011 Atelierförderung der Kulturstiftung Stormarn der Sparkasse Holstein

2015 Heise Kunstpreis, Dessau-Roßlau

2018 Jahresschaupreis Gemeinschaft Lübecker Künstler

2019 nominiert Willi-Oltmanns-Preis für Malerei